Das Problem des entspannten Nichtstuns
Im Urlaub lässt man es ruhig angehen und bekommt zu Hause dafür dann den Schreck auf der Waage, als hätte man die ganze Zeit beim Pizzaservice bestellt. Wer auch im Urlaub aktiv sein möchte, der liegt absolut im Trend. Denn Aktiv-Urlaube gehören inzwischen in jedem guten Reisebüro ins Programm. Und aktiv zu sein bedeutet ja noch lange nicht, dass man einen eigenen Trainer dabei hat. Aktiv sein heißt vor allem, sich nicht nur für Sonne, Sand und Meer zu interessieren, sondern auch mit offenen Augen durch den Urlaubsort oder das Land zu gehen und neue Dinge kennenzulernen.

Aktiv-Urlaub – für jeden etwas anderes
Die Aktivitäten der Menschen sind so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Manche lieben den Sport einfach und buchen sogar im Urlaubsort einen persönlichen Trainer. Andere wohnen lieber individuell im Ferienhaus, planen ihren Tagesablauf individuell und bestellen sich nach den Exkursionen abends den Pizzaservice. Solange jeder mit den Aktivitäten glücklich ist und sich gut erholt, ist überhaupt nichts gegen den Aktiv-Urlaub zu sagen.

Wenn man es übertreibt
Manche Anbieter von Aktiv-Reisen übertreiben es in ihrem Programm. Sie wollen besonders viel bieten und packen deshalb beispielsweise eine Rundreise derartig voll mit Aktivitäten und Exkursionen, dass die Reisenden mehr im Sightseeing-Bus sitzen als alles andere. Die Ausflüge und Besichtigungen, die die Urlauber eigentlich genießen wollten, werden hier zum Stressfaktor mit Trainer, dem Reiseleiter. Den Reisenden wird kaum Zeit gegeben, sich die Sehenswürdigkeiten genau zu betrachten, etwas nachzulesen oder ein Gefühl für den fremden Ort zu bekommen. Schnell ein Touristenfoto, dann weiter und abends doch wieder Pizzaservice. Von Erholung und der erhofften Entspannung mit neuen kulturellen Eindrücken keine Spur. Im Gegenteil, die Urlauber sind am Ende eines solchen Aktiv-Urlaubs erst richtig urlaubsreif und erschöpft. Einen wirklich erholsamen Aktiv-Urlaub bucht man am besten individuell und mit Änderungsmöglichkeiten vor Ort, ohne Trainer, ohne Pizzaservice. Schöne Erinnerungen bringt man dann garantiert mit.