Winston Churchill nannte Uganda die „Perle Afrikas“. Wie richtig der britische Politiker damit lag, beweist sich bei einer Safari-Tour durch den Queen-Elizabeth-Nationalpark. Endlose Ebenen, verwunschene Kraterseen und Papyrus-Sümpfe dominieren die Szenerie. Wer im Safari-Jeep sitzend einige uralte Baumreihen bestaunt, wird verwundert über das Verhalten der Queen-Elizabeth-Löwen sein. Die Großkatzen haben eine seltene Angewohnheit entwickelt. Sie ziehen sich auf bequeme Astgabeln zurück und dösen genüsslich im Schatten der Akazien. Die Baum-Löwen meinen jedoch nicht das einzige Highlight des Schutzgebietes. Das Besucherzentrum auf der Mweya-Halbinsel lässt die Herzen passionierter Ornithologen höher schlagen. Es liegt zwischen Eduardsee und Kazinga-Kanal und wird vom lauter Geschnatter teils buntgefiederter Zugvögel erfüllt. Jahr für Jahr landen hunderttausende Tiere auf den Gewässern und formieren gemeinsam mit den einheimischen Pelikanen und Flamingos ein zauberhaftes Naturschauspiel.

Dichte Wälder und verschlungene Pfade

Gleich hinter dem Eduardsee steigen steile Bergflanken gen Himmel und kündigen die Virunga-Vulkane an. An ihren Hängen gedeiht einer der letzten nebligen Bergregenwälder der Erde. Hierher hat sich die Population der noch rund 800 wildlebenden Berggorillas zurückgezogen. Die faszinierenden Tiere meinen damit eine der am meisten bedrohten Spezies weltweit. Im Bwindi-Nationalprak kommen Reisende in den Genuss, jene in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten zu dürfen. Die Wälder sind dicht und strahlen eine überirdische Schönheit aus. Sie gehören zu den ältesten Baumbeständen des Globus und füllen die Bezeichnung „Urwald“ mit romantischen Impressionen und herrlichen Panoramen. Seit der letzten Eiszeit hat sich ihr Antlitz kaum verändert. Über verschlungene Pfade nähert man sich den Familienverbänden und beobachtet aus sicherer Entfernung, wie die Gorillas ihren Alltag bestreiten. Mehr Informationen über die Trekkingtouren zu den Berggorillas des Schutzgebietes erhält man beispielsweise unter www.uganda-reisen.de.

Gemeinsamkeiten sind zu erkennen Obwohl Schimpansen und Bonobos genetisch näher mit dem Homo sapiens verwandt sind, irritiert kaum ein Primat den Menschen so sehr wie der Gorilla. Sein bulliger, massiger Körperbau zwingt ihn zu einem Leben auf dem Waldboden. Für Baumkronen bringt der Berggorilla nicht die physischen Voraussetzungen mit. So laufen die Tiere mitunter auf zwei Beinen umher oder bewegen sich im Knöchelgang behände durch das Unterholz. Ihre Gestik und Mimik erinnert an menschliches Verhalten und gerade die Jungtiere weisen deutliche Ähnlichkeiten mit Säuglingen auf. Als würden die Reisenden in einen Spiegel blicken, stehen sie atemlos vor einer Gorilla-Dame samt Baby und werden entzückt sein. Den Primaten geht es indes nicht anders. Sie zeigen großes Interesse an den menschlichen Besuchern und scheinen die Gemeinsamkeiten ebenfalls zu erkennen. Beobachten Parkbesucher die Halbwüchsigen beim Herumtollen, fühlen sie sich gewiss an spielende Grundschulkinder erinnert. Weil die Berggorillas des Bwindi-Waldes seit Jahrtausenden von ihren Artgenossen isoliert leben, gelten sie als eigene Unterart. Ihr schwarzes Fell, die stämmige Statur und die flache Stirn sprechen dafür. Auch ernähren sie sich als eine der wenigen Affenarten fast ausschließlich von frischen Blättern und verschmähen nicht-vegetarische Kost gänzlich.