In Norwegen wurde der Skisport erfunden. Schon vor 4000 Jahren benutzten die Bewohner Skandinaviens zwei hölzerne Bretter, um sich in den Wintermonaten fortzubewegen. Dass Skifahren Spaß macht und auch als Freizeitvergnügen geeignet ist, erkannte man im 18. Jahrhundert in der Telemark. Die idyllische Region im Süden Norwegens ist noch dieser Tage das Zentrum des nationalen Wintersports. Ob im Telemarkenstil oder klassisch alpin – die Pisten rund um Skien sind ein Traum in Weiß. Im nahen Setesdal empfängt eines der schönsten Skizentren des Landes die Gäste. Bei Hovden darf aus 35 Pistenkilometern gewählt werden. Snowboarder vergnügen sich im Bukkerittet-Park und wer mit Kindern anreist, besucht den Kids-Hindernisparcours.

Funkelnde Ausblicke

Märchenhaft und durchschnittlich sechs Monate tiefverschneit sind die Abfahrten von Geilo. Der populäre Wintersportort zieht Norweger und ausländische Touristen gleichermaßen an. Die entzückende weiße Holzkirche liegt inmitten bunter Häuserzeilen und fungiert als Ausgangspunkt für einsame Schneeschuhwanderungen. Der Weg zur nächsten Langlaufimpression ist niemals weit. Gleich neben den Hotels und Hütten fädelt man auf das gigantische 220 Kilometer zählende Geflecht aus Loipen ein. Rund 50 Kilometer davon schlängeln sich durch den Talgrund und lassen kleine Wäldchen und vereiste Bachläufe passieren. Der Schnee funkelt verheißungsvoll und überzuckert die Szenerie mit frischen Flocken.

Relikte im Olympiamuseum

Weiter südlich schmiegt sich die Olympiastadt Lillehammer an die Pforte des Gudbrandsdalens. Auf der Rodelbahn am Hundervossen kann den Bezwingern des Eiskanals beim Trainieren zugesehen werden. Wer möchte, darf selbst in einem Bob Platz nehmen und dem Geschwindigkeitsrausch erliegen. „Klein Hamar“, so die deutsche Übersetzung des Städtenamens liegt am Nordufer des Mjøsa-Sees. Das größte Binnengewässer Norwegens friert regelmäßig zu und lädt dann zum Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen ein. Abfahrer vergnügen sich auf dem kleinen Skigebiet oberhalb der Stadt und Sportbegeisterte besuchen das Olympiamuseum am Fuße der Sprungschanze. Die Spiele 1994 werden hier ausführlich dargestellt. Als einzige Sammlung weltweit zeigt es zusätzlich eine Zusammenfassung aller bisher stattgefundenen Winter- und Sommerolympiaden.

Pisten sind wohlpräpariert

Im Jahre 1868 hieß Oslo noch Christiania und war Schauplatz des ersten Skiwettbewerbs der Welt. Sondre Norheim, der Erfinder des Telemarkens gewann und ging in die Geschichte ein. Noch immer offeriert die norwegische Kapitale einen Winterurlaub der besonderen Art zu verleben. Weil sich Skilifte, Langlaufloipen und Rodelbahnen auf dem Stadtgebiet befinden, kombiniert man hier Sightseeing mit alpinen Abfahrten. An den Wochentagen haben Reisende den Winterpark beinahe für sich und rauschen über wohlpräparierte Pisten ins Skifahrerglück. Die Wälder rund um den Holmenkollen sind ein Eldorado für Spaziergänger und Landschaftsgenießer und wer es romantisch liebt, unternimmt eine Bootsfahrt durch den Oslofjord. Zahllose Inseln verführen zu einem kleinen Bummel und das Panorama der winterlichen Hauptstadt ist malerisch. Rasant und weniger anheimelnd geht es auf den Schneemobilstrecken zu – Tempo 80 ist erlaubt!

Wer mehr über die schönsten Skigebiete zwischen Hardangervidda und Skagerrak erfahren möchte, erhält unter www.winterurlaub-in-norwegen.de wichtige Informationen.